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Einblicke · Executive Search erklärt

Was ein Headhunter in Österreich kostet – und wie Retained Search wirklich funktioniert

Honorarmodelle, Marktspannen, was enthalten ist und was nicht – eine klare Erklärung für Eigentümer und Gremien, die zum ersten Mal eine Executive Search beauftragen.

Von David Ertler · 21. September 2026 · 5 Minuten Lesezeit

Zwei Modelle, zwei verschiedene Leistungen

Der österreichische Markt kennt zwei Wege, einen Personalberater zu bezahlen. Erfolgsbasiertes Recruiting wird nur bei Besetzung honoriert; der Berater arbeitet parallel an mehreren ähnlichen Mandaten und leitet die Lebensläufe weiter, die gerade verfügbar sind. Retained Executive Search wird exklusiv beauftragt, in Tranchen bezahlt, und der Berater durchsucht den Markt systematisch für diese eine Position – einschließlich der Menschen, die nicht suchen.

Beides hat seinen Platz. Für eine Fachkraft oder Teamleitung mit vielen passenden Kandidaten am Markt reicht erfolgsbasiert. Für Geschäftsführer, Vorstände, CFOs und Bereichsleiter – Positionen, bei denen die richtige Person wahrscheinlich in Anstellung und zufrieden ist – erreicht nur Retained Search die Menschen, die Sie tatsächlich wollen.

Was der Markt verlangt

Retained Search in Österreich und Deutschland kostet typischerweise 25 bis 35 Prozent der Ziel-Jahresbruttovergütung der Position, variable Bestandteile eingerechnet. Für einen Geschäftsführer eines mittelständischen Industrieunternehmens bedeutet das ein Honorar im mittleren bis höheren fünfstelligen Eurobereich; für einen CFO oder Bereichsleiter etwas weniger. Manche Beratungen nennen statt eines Prozentsatzes ein vorab vereinbartes Fixhonorar – was Eigentümer oft bevorzugen, weil es jeden Verdacht ausräumt, der Berater profitiere von einem höheren Gehalt.

Bezahlt wird meist in drei Tranchen: ein Drittel bei Beauftragung, ein Drittel bei Vorlage der Shortlist, ein Drittel bei Unterschrift. Nebenkosten – Reisen der Kandidaten, Diagnostik, gegebenenfalls Anzeigen – werden separat verrechnet und sollten im Mandatsvertrag gedeckelt sein. Eine Garantiefrist, in der die Suche kostenlos wiederholt wird, wenn der Kandidat in den ersten Monaten geht, ist Standard und gehört schriftlich fixiert.

Wofür Sie bezahlen

Nicht für eine Datenbank. Sie bezahlen für ein strukturiertes Briefing, das einen vagen Wunsch in ein suchbares Profil verwandelt; für eine Zielliste von Unternehmen, in denen die richtigen Leute heute arbeiten; für die direkte, diskrete Ansprache durch einen erfahrenen Berater statt durch einen Researcher mit Leitfaden; für strukturierte Interviews und Referenzen; und für jemanden, der die Verhandlung zwischen einem Kandidaten mit gutem Job und einem Eigentümer führt, der auf dieser Ebene noch nie eingestellt hat.

Sie bezahlen auch für das, was nicht passiert: keine Stellenanzeige, die dem Markt verrät, dass Sie suchen; keine weitergeleiteten Lebensläufe von Menschen, die sich überall bewerben; kein Kandidat, der den Namen Ihres Unternehmens erfährt, bevor Sie entschieden haben, dass er ihn erfahren soll.

Wie wir bei Ertler Executive Search arbeiten

Wir übernehmen Mandate ausschließlich retained und erst ab Bereichs- oder Funktionsleitung aufwärts. Jedes Mandat hat ein schriftliches Briefing, eine definierte Timeline und einen namentlich benannten Partner, der die Suche persönlich führt. Erste qualifizierte Profile werden innerhalb von 14 Tagen nach bestätigtem Briefing vorgestellt; eine Besetzung dauert typischerweise drei bis vier Monate. Unser Honorar wird vor Beginn der Suche vereinbart – Sie finden auf dieser Website keine Preisliste, weil keine zwei Positionen gleich sind, aber Sie bekommen im ersten Gespräch eine klare Zahl.

Häufige Fragen

Lohnt sich ein Headhunter auch unterhalb der Geschäftsführung?

Für Bereichs- und Funktionsleitungen mit wenigen passenden Kandidaten am Markt ja. Für Rollen mit vielen aktiven Bewerbern ist ein gut geführtes internes Recruiting oder ein erfolgsbasierter Personalvermittler meist die bessere Verwendung des Geldes.

Hängt das Honorar vom schließlich vereinbarten Gehalt ab?

Beim Prozentmodell ja – deshalb bevorzugen viele Auftraggeber ein vorab vereinbartes Fixhonorar. Fragen Sie danach; seriöse Beratungen bieten es an.

Was passiert, wenn der Kandidat nach wenigen Monaten geht?

Eine schriftliche Garantiefrist ist bei Retained Search Standard: Die Suche wird ohne neues Honorar wiederholt, wenn der Kandidat innerhalb der vereinbarten Frist geht.

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